Viele von Euch fragen sich ja bestimmt, wo ich eigentlich herkomme, so plötzlich wie ich auf der Bildfläche erschienen bin. Nun, das ist nicht mit einem Satz erklärt. Und schon gar nicht jugendfrei. Nichtsdestotrotz werde ich versuchen, Euch meine Geschichte möglichst detailliert zu rekonstruieren. Weiterlesen erfolgt auf eigenes Risiko – ich übernehme keine Verantwortung für feuchte Laken oder Alpträume!!


Meine EntstehungMeine Mutter war eine völlig abgefuckte Hippienutte. Wurde mir jedenfalls so zugetragen. Sie trieb sich auf den ganzen drogenverseuchten Festivals rum und vögelte, was das Zeug hielt. Bei einer dieser ausufernden Gangbang-Orgien muss sie sich LSD-verseuchte Chlamydien eingefangen haben, die mit den Unmengen an Sperma in ihrer Vagina reagiert haben. Sie war eben eine für Alle. ;-) Ohne ihr Wissen schwamm ein kleiner Captain in Kaulquappen-Format durch ihren Uterus. Im Spätsommer 1993 während eines mehrtägigen Psytrance-Festivals fühlte Sie sich plötzlich unwohl und zog sich an ein stilles Örtchen zurück. Leider war das Örtchen wohl nicht immer so still gewesen, denn Sie stand inmitten einer Lache aus mit unzähligen Drogen verseuchter Druffi-Pisse. Die Schmerzen wurden immer unerträglicher. Plötzlich schoss ein Strahl aus ihrem Unterleib – und ich stürzte kopfüber in die Pisslache.

Durch den Kontakt mit dem verseuchten Urin passierte etwas, was manche von Euch vielleicht noch aus den YPS-Heften kennen. Ich wuchs innerhalb von Sekunden auf eine stattliche Größe von 5800mm und 7kg heran. Meine Hippienuttenmutter fühlte sich zwar nicht in der Lage, irgendwie mit mir umzugehen oder gar mich großzuziehen – doch in einem ihrer wenigen zurechnungsfähigen Momente fasste Sie den Entschluss, mich vor einem katholischen Nutten…ähhh…sorry…Nonnenkloster auszusetzen. Was Sie dann auch tat, bevor Sie vorerst aus meinem noch jungen Leben entschwand.
Hippinutte
 

Der steinige WegÜber eine Dekade lang streifte ich ziellos quer durch Europa. Ich verdingte mich in zahllosen Diskotheken als Urinsteinklopfer, was mir wenigstens regelmäßige Mahlzeiten garantierte und Bewusstseinserweiterung en masse verschaffte. Kurzum – ich überlebte. Wenn auch mehr schlecht als recht. Doch plötzlich war alles vorbei. Während meiner Toilettentätigkeit im Frankfurter Omen kam es zu einer Razzia. Glücklicherweise konnte ich mich rechtzeitig verdünnisieren und den Hütern des Gesetzes entwischen, wenn auch nicht für lange Zeit. Irgendjemand muss mich verpfiffen haben, denn Team Green haftete sich an meine Fersen. Nach einigen Tagen in versifften Kellern und auf zugigen Dachböden fanden sie mich fauchend in einem nach Exkrementen stinkenden Abwasserkanal in Hanau. Zum Glück war ich noch minderjährig und kam so um den Knast herum. Doch die Bullen steckten mich natürlich ins Erziehungsheim. Pest oder Cholera…was soll ich sagen. Ich hatte keine Wahl. Nach wenigen Tagen im Heim waren die Geißeln meiner frühen Jahre zurück: Inkontinenz und Wildwichsen. Möööf!

Der steinige Weg

Meine Wunden waren bald versorgt und ein blutjunger, mit viel Idealismus ausgestatteter Psychologe nahm sich meiner an. Innerhalb kürzester Zeit ertränkte er sich im Main. Pech, sag ich da nur. Er hätte wissen müssen, auf was er sich einließ. Für das Erziehungsheim war ich mittlerweile ein hoffnungsloser Fall. Meine Matratze wurde schon während meines Aufenthalts auf der Krankenstation wegen akuter Seuchengefahr verbrannt. Die Heimleitung beriet darüber, wie man weiter mit mir verfahren sollte – währenddessen nutzte ich eine Unaufmerksamkeit des Sicherheitsdienstes zur Flucht.


Der große Pisser

Und heute?

Heute vagabundiere ich wieder durch Deutschland. Manchmal bin ich auch im benachbarten Ausland unterwegs, ich folge einfach meinem Mittelstrahl. Er leitet mich und wacht über mich. Momentan treibe ich mich viel im Großraum Stuttgart rum…was Ihr ja schon mitbekommen habt.

Im Sommer werde ich übrigens volljährig – und schmeiss eine bombastische Geburtstagsparty! Und ich hoffe, Euch dort alle anzutreffen, damit wir gemeinsam in einen neuen Lebensabschnitt starten können!

Feuchtwarme Grüße, Euer Captain

 

18. Geburtstagsparty
 

Zu Besuch bei Muddi